Über mich

Als Spezialistin für häusliche Pflege begleite ich meine Kunden, wie sie ihre Angehörigen entspannter und zufriedener zu Hause betreuen. Meine Mission ist es, Menschen in dieser Situation Mut zu machen und ihnen zu zeigen, wie sie diese schwierige Zeit gut überstehen, ohne körperlich und emotional selbst drauf zu gehen.

Was hilft, sind Gespräche, Verständnis und immer wieder Verbesserungen

Seit mehr als 40 Jahren bin ich als Pflegefachfrau DN II in den verschiedensten sozialen Einrichtungen tätig gewesen. Von der Akut- bis zur Langzeitpflege. Inzwischen habe ich dort so ziemlich alles erlebt, was Leben bedeutet. Mit schönen und traurigen Geschichten. Sie sind mir alle unvergesslich. Und genau deswegen liebe ich meinen Beruf. Denn er ist für mich gleichzeitig Berufung.

Besonders geprägt hat mich die über 6jährige Pflege meiner eigenen Mutter bis zu deren Tod im Jahr 2017. In dieser Zeit habe ich gelernt, was für eine Herausforderung die Betreuung von Angehörigen zu Hause bedeutet. Immer wieder Komplikationen, Stürze und Spitalaufenthalte. Jedes Mal haben wir uns wieder neu sortiert und der veränderten Situation angepasst. Und immer wieder haben wir das Beste daraus gemacht.

Doch ich habe auch lernen müssen, wie schwierig und erschöpfend diese Herausforderung sein kann. Selbst ich als Pflegefachkraft bin an meine Grenzen gekommen. Und nicht nur einmal. Ich habe mich oft genug einsam und verlassen gefühlt.

Was mir geholfen hat, waren Gespräche, die mir immer wieder neue Möglichkeiten aufgezeigt habe, wie ich es noch besser machen kann. Mit jeder Verbesserung kam etwas Positives in unser Leben, das uns beide entspannt hat. Mich selbst und auch meine Mutter.

Geduld und Verständnis sind Balsam für die Seele der pflegenden Angehörigen. Ich weiß, wie viel diese Erleichterung bedeutet. Jeden Tag.

Ein trauriges und zugleich schönes Erlebnis, das mich sehr geprägt hat

Ein besonderes Erlebnis möchte ich Dir noch erzählen. Es hat mich sehr berührt. Als einer meiner Patienten vor ein paar Jahren für seine letzte Lebensphase ins Spital kam, war seine Familie tagtäglich bei ihm. Jedes Mal, wenn ich sein Zimmer betrat, fühlte ich eine unglaubliche Anspannung. Diese Spannung übertrug sich direkt auf mich. Ich traf die Entscheidung, die Ehefrau darauf anzusprechen. Als ich sie fragte, wie es ihr denn ginge und wie sie selbst mit dieser sehr schwierigen Situation zurechtkäme. Als hätte sie nur darauf gewartet, sprudelte ihre gesamte Geschichte aus ihr hervor. Sie stellte ganz viele Fragen. Fachliche Fragen und natürlich auch Fragen von Mensch zu Mensch. Wir hatten ein zauberhaftes Gespräch und ich fühlte, wie die Spannung langsam von ihr abfiel.

Von da an war alles anders: Am nächsten Tag spürte ich sofort die angenehme Veränderung, als ich das Zimmer betrat. Die Ehefrau erzählte mir nachher, dass sie sich mit ihrem Mann und den erwachsenen Kindern ausgesprochen hätte. Ab dann war jeder Tag ein besonderes Erlebnis für die ganze Familie. Ihr Mann konnte ruhig und in Frieden seinen letzten Lebensabschnitt gehen und wurde von seiner Familie durch diese Zeit getragen. Ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde. Und seitdem immer wieder in ähnlicher Art und Weise erlebt habe, wenn ich mein Fachwissen kombiniert mit meiner Lebenserfahrung einbringen konnte.

Wie ich mich selbst entspanne

All diese Erlebnisse sind ein Teil von mir geworden. Wahrscheinlich genieße ich genau deswegen so gerne die Entspannung und den inneren Frieden. Zum Glück lebe ich auf dem Land, sodass ich am liebsten lange Spaziergänge am Rhein entlang, im Wald und in unseren Bergen mache. Bei schlechtem Wetter weiche ich gerne ins warme Thermalbad aus und sauge die Ruhe in den verschiedenen Erholungsbereichen in mich ein. Im Winter fahre ich am liebsten mit Ski und Snowboard unseren Hausberg hinab.

Qualifikation

  • Dipl. Pflegefachfrau DN II
  • ECA Coach und Trainer/MoC (2008 – 2010)
  • CAS FHSG Krisenintervention und Beratungstraining (2011 – 2013)

 

 

 

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